Berufswelt Psychologie – Welche Berufe stehen nach dem Studium offen?
Bereich Wirtschaft & Management

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Welche Berufe kann man eigentlich nach einem Psychologiestudium ergreifen? Und welche Jobs gibt es für Psychologen in Bereichen wie Wirtschaft, Coaching, Psychologische Beratung oder Forschung? Wir haben einen ausführlichen Überblick erstellt. Auf dieser Seite erhältst du dutzende Beispiele für Berufsfelder in Wirtschaft & Management.

Vielfältige Einsatzgebiete – aber was genau?

Berufe nach dem Psychologie StudiumAuf den Webseiten der Unis sind Sätze zu lesen wie „Der Arbeitsmarkt für Psychologen ist äußerst vielfältig, jeder findet seinen Arbeitsbereich.“ Auch die Studierenden in unseren Erfahrungsberichten nennen als Grund für die Wahl des Psychologiestudiums oft die Bandbreite der Jobmöglichkeiten. So sagt z.B. Veronika: “Mit einem Psychologiestudium findet man in nahezu jedem Berufsfeld Anschluss, da die Themen im Studium so breit gefächert sind.“ Nachfolgend findest du einen großen Überblick über zahlreiche Berufe, die (auch) Absolventen eines Psychologiestudiums offenstehen.

Unterteilung in Einsatzbereiche

Aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Jobmöglichkeiten ist es sinnvoll, die verschiedenen Einsatzbereiche zu unterteilen. Wir haben dafür die Oberbegriffe „Wirtschaft & Management“, „Gesundheit (Analyse, Beratung, Therapie)“ sowie „Bildung & Coaching“ gewählt.

 

Psychologie Studium: Berufe in Wirtschaft & Management

Im Studium hört man oft „Psychologen finden in der Wirtschaft viele Jobs“. Allerdings ist „in der Wirtschaft“ ein sehr weitgefasster Begriff. Um konkret zu werden, findest du hier eine ausführliche Übersicht. Anzumerken ist allerdings noch, dass auch ein Teil der anderen Beispiele, die in den anderen Kategorien vorgestellt werden, natürlich auch in Wirtschaftsunternehmen zu finden ist.

Berufe Psychologie Studium Personalwesen

Im Bereich Personal / Human Resources/ Recruiting gibt es sicherlich mit die größte Zahl passender Berufe. Grundsätzlich kann man zusammenfassen, dass Psychologen von der Personalauswahl über die Personalentwicklung und Personalberatung bis zur Führungskräfteentwicklung hier viele Arbeitsmöglichkeiten finden. Die verschiedenen Jobbezeichnungen können sich durchaus inhaltlich überschneiden. Es gibt zum Beispiel Jobs als…

Recruiter

Als Recruiter ist man dafür verantwortlich, für offene Stellen den passenden Bewerber zu finden. Dies geht zum einen über die gezielte Direktansprache (z.B. „Abwerben“ bei anderen Firmen) oder auch über das Veröffentlichen von Stellenausschreibungen. Dazu gehört, dass man die Kompetenzen und Eigenschaften, die der Bewerber mitbringen sollte, zusammenstellt und ausformuliert. Des Weiteren ist man als Recruiter dann für die Auswahl geeigneter Kandidaten aus den (meist zahlreichen) eingegangenen Bewerbungen sowie die Durchführung der Auswahlverfahren (Assessment Center, Probearbeitstage) bis hin zur Zusage bzw. Absage verantwortlich.

Eine Stelle als Recruiter wird entweder direkt von Unternehmen für ihre eigene Belegschaft oder von Personaldienstleistern, die für mehrere Firmen die Personalauswahl durchführen, ausgeschrieben.

Human Resource Manager/ Personalmanager/ Personalreferent

Der HR Manager (oder auch Personalmanager oder Personalreferent) ist für alle Belange rund um das Personalwesen zuständig, wie z.B. Einstellung, Weiterentwicklung und Betreuung der Beschäftigten. Als HR Manager begleitet man Entwicklungsmaßnahmen für Mitarbeiter und beobachtet und evaluiert diese. Ebenso wie der Recruiter ist der Personalmanager auch für die Ausschreibung und Besetzung offener Stellen (Bewerbungsverfahren, Assessment Center, etc) sowie die Abwicklung von Kündigungen zuständig.

Human Resource Manager/ Personalmanager/ Personalreferent werden meist in größeren Unternehmen mit eigenen Personalabteilungen eingesetzt.

Personalentwickler

Für Unternehmen ist die ständige Weiterbildung und -entwicklung ihrer Mitarbeiter sehr wichtig. Zum einen profitiert natürlich das Unternehmen vom Know-how des Mitarbeiters, zum anderen erhöht es die Mitarbeiterzufriedenheit, wenn man gefördert wird. An dieser Stelle kommen Personalentwickler ins Spiel. Sie konzipieren Personalentwicklungsmaßnahmen, indem sie eine Beratung für Mitarbeiter anbieten, den Qualifizierungsbedarf individuell ermitteln und die entsprechenden Angebote recherchieren und durchführen. Der Aufgabenbereich hängt stark von der Größe des Unternehmens ab. Je größer die Firma, desto spezialisierter sind auch ihre Mitarbeiter im Personalbereich. In kleineren Firmen sind Allrounder gefragt

Die passenden Berufsmöglichkeiten finden Psychologen meist in größeren Unternehmen mit eigener Personalabteilung oder bei Personaldienstleistern.

Personalberater/ Personalvermittler

Wenn Unternehmen ihre Personalauswahl outsourcen, kommen Personalberater zum Einsatz. Sie agieren wie HR Manager/ Personalmanager bzw. Recruiter und suchen für das Kunden-Unternehmen die richtigen Bewerber für offene Stellen aus. Meist gehört zu dem Beruf auch das aktive Ansprechen von potenziellen neuen Kunden über Kaltakquise bzw. weitere Akquisemaßnahmen. Man sollte also keine Scheu haben, Vertriebstelefonate zu führen.

Als Arbeitgeber für Absolventen eines Psychologiestudiums, die einen Beruf als Personalberater anstreben, kommen vor allem Personaldienstleister in Frage.

 

Berufsaussichten

Wie man an den Beispielen der Stellenausschreibungen sehen kann, sind Psychologen für die verschiedenen Personaljobs begehrte Mitarbeiter. Allerdings steht ein Teil der Berufsfelder auch Absolventen anderer Studiengänge oder Quereinsteigern frei. Die Konkurrenz ist also größer.

Nichtsdestotrotz ist dieser Bereich ein Arbeitsfeld, auf dem Absolventen eines Psychologiestudiums vielfältige Berufschancen mit guten Berufsaussichten haben.

 

Generalist oder Spezialist?

Wenn du dir die Zeit genommen und die oben genannten Berufe nach dem Psychologie Studium durchgelesen hast, wirst du festgestellt haben, dass die unterschiedlichsten Anforderungen gestellt werden. Der User Interface Consultant sollte sich mit der Gestaltung von userfreundlichen Abläufen auskennen, der Organisationsberater im Studium den ABO-Schwerpunkt gewählt haben und der Online-Marketing-Manager natürlich eine Affinität zum Internet haben.

Wichtig ist also, dass du dir schon recht früh Gedanken machst, welche Berufe dich interessieren bzw. welche Berufsfelder für dich nach dem Psychologie Studium in Frage kommen. Denn wenn du gar keine Ahnung hast, können dir Praktika helfen, deine Interessen zu entdecken. Und wenn du schon eine Idee hast, in welche (Berufs)Richtung es gehen soll, kannst du mit Praktika und studentischen Nebenjobs die Grundsteine für den erfolgreichen Berufseinstieg legen.

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