Erfahrungsbericht: Bachelor Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für angewandtes Management Erding

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Erfahrungsbericht Hochschule angewandtes Management ErdingStudiengänge im Bereich Psychologie können schon immer eine große Nachfrage seitens der Studieninteressenten vorweisen. Dazu gehören nicht nur das Psychologiestudium als solches, sondern auch thematisch eng verwandte Studiengänge wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie. Aber was kann man sich unter den verschiedenen Studiengängen vorstellen, welche Voraussetzungen braucht man und was wird gelehrt? Wir haben nachgefragt und dankenswerterweise hat sich Vanessa Bauer, Studentin an der Hochschule für angewandtes Management in Erding, Zeit für einen Erfahrungsbericht genommen.



Liebe Vanessa, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Du hast dich für den Bachelor Wirtschaftspsychologie an der HAM entschieden. Wieso sollte es dieser Studiengang sein? Was hat dich an dem Studien- und Berufsfeld gereizt?

Erfahrungsbericht WirtschaftspsychologieDie Psychologie hat mich schon fasziniert, als ich etwa 11 Jahre alt war. Zu dieser Zeit gab es an meinem Gymnasium das Wahlfach „Psychologie“, welches aber erst ab der 10. Klasse belegt werden durfte. Dies ist meine erste Erinnerung, die ich mit dem Fach „Psychologie“ in Verbindung bringe. Da man an der LMU in München zu meiner Abiturzeit den NC von 1,0 benötigte um Psychologie zu studieren, verwarf ich den Gedanken daran zunächst, da ich stets darunter lag. Erst eine Bekannte die im Bereich der Therapie arbeitet, brachte mich wieder darauf. Sie war der Ansicht, dass mein neuer Favorit „Tourismus- und Eventmanagement“ überhaupt nicht zu mir passt und ich solle mich stattdessen mal über den neuen Studiengang „Wirtschaftspsychologie“ informieren. So kam es, dass ich mich schließlich dafür bewarb und auch genommen wurde. Fasziniert hat mich nicht nur die Psychologie, sondern auch wie breit gefächert dieser Studiengang ist und in welchen Bereichen man alles arbeiten kann.

Bitte gib uns einen Einblick in dein Studium. Was sind die Studieninhalte und welche Schwerpunkte werden gesetzt? Was sind typische Lehrinhalte in einem Wirtschaftspsychologie Studium?

Der Studiengang beginnt in den ersten Semestern mit Grundlagen des Studiums. Dazu gehören: Wissenschaftliches Arbeiten, Grundlagen der Psychologie aber auch Fächer wie Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es gibt zu Beginn auch praxisorientierte Kurse wie „Moderation“ und „Kommunikation“ die eher wie Seminare aufgebaut sind. In den darauffolgenden Semestern werden auch Themen wie Rechnungswesen, „Business English“ und Zivil- und Arbeitsrecht“, „Management“ und „Markt- und Werbepsychologie“ behandelt. Ab dem 4. Semester kann man seine Spezialisierung wählen: „Arbeits- und Organisationspsychologie“, „Markt- und Werbepsychologie“ oder „Training und Coaching“. Ich persönlich habe mich für „Training und Coaching“ entschieden.

Studieninteressenten fragen sich oft, was man für ein Wirtschaftspsychologie Studium an Voraussetzungen und Interessen mitbringen sollte. Was ist deine Empfehlung?

Erfahrungsbericht Wirtschaftspsychologie HAM ErdingDiese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da das Studium so breit gefächert ist. Ich studiere mit den verschiedensten Personen zusammen. Die einen wollen später in der Personalabteilung arbeiten und diese bestenfalls leiten, der andere möchte ein Unternehmen führen, manch einer arbeitet während der Studienzeit schon als Coach und eine andere möchte später als Therapieclown in Krankenhäusern mit Kindern arbeiten. Wie Sie sehen, ist in diesem Studiengang so gut wie alles möglich. Es kommt natürlich auch darauf an, welche Spezialisierung man im 4. Semester wählt.

Wie beurteilst du deine Studienzeit an der Hochschule für angewandtes Management? Wie sind die Studienbedingungen und der Kontakt zu den Profs? Welche Schulnote würdest du vergeben?

Ich habe während des Studiums viel gelernt und auch einiges an Erfahrung und Selbstständigkeit für mich mitgenommen. Von großem Vorteil ist, dass die Personenanzahl in Kursen begrenzt ist. In unserem Semesterjahrgang sind ca. 60 Personen, die nochmals in zwei Kohorten aufgeteilt wurden. Somit ist der Kurs überschaubar. Man arbeitet meist eng mit den Profs zusammen, diese sind bis jetzt auch stets für uns erreichbar gewesen, sollte man noch fragen haben, welche man in der Vorlesung nicht gestellt hat.

Ab dem 4. Semester schrumpfen die Kurse durch die Spezialisierung nochmal zusammen. Bei mir sind es aktuell nur 12 Personen, was ein sehr angenehmes Arbeiten ermöglicht. Man lernt sich im Laufe der Zeit sehr gut kennen, was bei diesem Studiengang von großem Vorteil ist, da er sehr praxisorientiert ist und man auch oft private Themen als Beispiel behandelt. Durch die kleinen Kurse hat man hier einen Vorteil, da man sich leichter öffnen kann und alles vertraulich behandelt wird.

Nach einem Wirtschaftspsychologie Studium kann man ja die unterschiedlichsten Berufsfelder ansteuern. Weißt du schon, in welche Richtung du dich orientieren möchtest?

Da ich mich für das Thema „Training und Coaching“ entschieden habe, wird es ziemlich sicher in diese Richtung gehen. Wobei ich meinen Studiengang vielleicht auch eher in Richtung der Personalführung/ Personalentwicklung einsetzen werde. Ich absolviere mein Praxissemester aktuell in einem Strukturvertrieb, in dem ich gerade Erfahrungen in diesem Bereich sammel.

Unsere letzte Frage: Hast du Tipps für Studieninteressenten? Wie kriegt man seinen (Wunsch-) Studienplatz, worauf sollte man bei der Studienwahl achten und wer ist überhaupt für ein Wirtschaftspsychologie Studium geeignet?

Erfahrungen VanessaAlles was ich dazu sagen kann ist, dass man sich bereits früh genug darüber Gedanken machen sollte, und möglichst viele Bewerbungen schreibt, so dass man eine größtmögliche Auswahl am Ende der Sommerferien hat. Bei mir war es der Fall, dass ich vom Urlaub nach Hause kam und bis dato nur Absagen von Hochschulen erhielt. Dies ist meist doch sehr demotivierend. Viele meiner Freunde mussten ein freiwilliges soziales Jahr einlegen, um die Zeit zum nächsten Semesterbeginn zu überbrücken, da sie sich nur an ein oder zwei Hochschulen beworben hatten.

Es ist bei der Wahl des Studienganges mit Sicherheit nicht schlecht, mal die Eltern, Geschwister und Freunde zu fragen, in welchem Beruf sie einen später mal sehen. Jedoch sollte man am Ende doch auf sein Bauchgefühl hören.

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir alles Gute und vor allem einen erfolgreichen Lebens- und Berufsweg.

Erfahrungsbericht vom

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