Allgemeine Psychologie

Definition Allgemeine Psychologie

Die Allgemeine Psychologie erforscht, beschreibt und erklärt allgemeine Gesetzmäßigkeiten und möchte allgemein gültige Aussagen über das Erleben, Denken und Verhalten von Menschen treffen.

Allgemeine Psychologie ist ein Grundlagenfach der Psychologie. Der Begriff “Allgemein” verdeutlicht, dass sich diese Teildisziplin mit psychischen Funktionen beschäftigt, die alle Menschen gemeinsam haben.

Untersuchungsgegenstand der Allgemeinen Psychologie

Mit der Allgemeinen Psychologie werden zahlreiche Bereiche abgedeckt, z.B.: Wahrnehmung, Bewusstsein, Handlungskontrolle, Denken und Emotionen.

Darüber hinaus werden auch Gedächtnisfunktionen untersucht und spezifische Denkprozesse wie Problemlösen, logisches Schlussfolgern, Kategorisierung und Wissenserwerb beschrieben und erforscht.

Die Sprache ist ebenfalls Untersuchungsgegenstand der Allgemeinen Psychologie. Neben dem Sprachverstehen befasst sich die Allgemeine Psychologie auch mit der Sprachproduktion.

Ein weiteres Untersuchungsfeld sind Lernprozesse. Auf diesem Weg wurden die Konzepte der klassischen und operanten Konditionierung sowie die Theorie des Beobachtungslernens entwickelt, die heutzutage Teil vieler Anwendungsfächer, wie der Klinischen Psychologie und der Pädagogischen Psychologie, sind.

Verknüpfungen zu anderen Studienfächern der Psychologie

Die Allgemeine Psychologie weist Verbindungen zur Sozial-, Entwicklungs-, Biologischen und Differentiellen Psychologie auf. Sie arbeitet vorrangig mit Experimenten, in denen beispielsweise Gedächtnisfunktionen untersucht werden.

Die ersten psychologischen Gedächtnisexperimente gehen übrigens auf Hermann Ebbinghaus zurück, der am Ende des 19. Jahrhunderts Untersuchungen zum Erinnern von sinnfreiem Material durchführte.

Forschung

Die Forschungserkenntnisse und -inhalte der Allgemeinen Psychologie beinhalten die grundlegenden Prozesse und Funktionen des menschlichen Erlebens und umfassen auch allgemeine Modellvorstellungen.

Die zentralen Vorstellungen sind teilweise rivalisierend und lassen sich auf vier Modelle festlegen:

1. Das biopsychologische Modell untersucht menschliches Verhalten in Hinblick auf biologisch-physiologische Grundlagen.

2. Das behavioristische Modellkonzentriert sich ausschließlich auf sichtbare und beobachtbare Phänomene Bekannte Behavioristen sind J. B. Watson und F. B. Skinner, die die Annahme vertreten, dass sich menschliches Verhalten vollständig durch Umweltbedingungen und Lernprozesse erklären lässt.

3. Die kognitive Wende führte zum dritten Modell und vertritt die Ansicht, dass Informationsverarbeitungsprozesse für das Verhalten und Erleben eines Menschen bestimmend sind und diese in hohem Maße beeinflussen. Während die Behavioristen von einer sogenannten Black Box ausgehen und psychische Phänomene ausschließen, konzentrieren sich die kognitiven Theoretiker auf diese und nehmen sie als Gegenstand psychologischer Forschung.

4. Als viertes Modell lässt sich die Evolutionspsychologie bestimmen. Sie betrachtet die Persönlichkeit und das menschliche Erleben im Hinblick auf die Evolutionstheorie von Charles Darwin. Als Beispiel für das evolutionäre Modell lässt sich die adaptive kognitive Fähigkeit anführen, soziale Kooperationen und Verträge einzugehen.

Studiengänge mit dem Schwerpunkt Allgemeine Psychologie

Hochschulen mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pychologie findest du hier in unserer Datenbank.

Hochschule / Anbieter Schwerpunkt Abschluss
Ruhr Universität Bochum Allgemeine und biologische Psychologie Bachelor
Universität Köln Allgemeine Psychologie Bachelor
BSP Business School Berlin Potsdam Allgemeine Psychologie Master
Universität Bonn Allgemeine Psychologie Master

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