Klinische Psychologie

Definition Klinische Psychologie

Bei der Klinischen Psychologie handelt es sich um ein klassisches Psychologiefach, das sich mit dem medizinischen Teil der Psychologie befasst. Viele, die von einem Psychologen reden, meinen damit einen Klinischen Psychologen.

Die Klinische Psychologie beschäftigt sich mit psychischen Erkrankungen und mit psychischen Auswirkungen körperlicher Beeinträchtigungen. Dabei befasst sich diese Teildisziplin der Psychologie mit den biologischen, sozialen, emotionalen, kognitiven sowie entwicklungs- und verhaltensbedingten Grundlagen psychischer Störungen. Zudem untersucht die Klinische Psychologie die Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf das Erleben und Verhalten der betroffenen Personen.

Absolventen des Studiengangs Klinische Psychologie sind dazu befähigt, psychische Störungen zu diagnostizieren. Damit haben sie beispielsweise die Voraussetzung, in der Forschung, in der Lehre oder als Gutachter tätig zu sein. Klinische Psychologinnen und Psychologen beschäftigen sich mit der Analyse und Klassifikation von Störungsbildern. Zudem sind sie in der Lage, psychologische Zeugnisse und Befunde zu erstellen. Während ihrer beruflichen Tätigkeit bedienen sich Klinische Psychologen verschiedener Checklisten, Testverfahren und apparativer Verfahren, um Diagnosen erstellen zu können.

Studienverlauf und Schwerpunkte Klinische Psychologie

Das Studium der Klinischen Psychologie vermittelt Kenntnisse über psychische Erkrankungen und Störungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Außerdem erfahren Studierende alles über psychologische Faktoren körperlicher Erkrankungen und Beeinträchtigungen sowie über neuropsychologische Störungen. Sie erlernen Fertigkeiten zur Prävention psychischer Störungen und werden zur Beratung befähigt. Darüber hinaus erhalten sie das theoretische Rüstzeug zur Behandlung psychisch kranker Personen und erwerben Kenntnisse über die anschließende Rehabilitation.

Ein weiterer Studienschwerpunkt liegt in der Befähigung zur Erforschung psychischer Störungen und neuer Interventionsmethoden. Auch Kenntnisse auf dem Gebiete der klinisch-psychologischen Praxis, wie der Neuropsychologie oder der psychologischen Grundlagenforschung, werden während des Studiums der Klinischen Psychologie vermittelt.

Weitere Studiengebiete sind die Entwicklungspsychologie und die Gesundheitspsychologie. Wissen aus anderen Gebieten wie Social Marketing wird ebenfalls während des Studiums vermittelt. Zudem lernen die Studenten das internationale Klassifikationsschema psychischer Störungen kennen.

Zusammenfassend umfasst das Grundstudium der Klinischen Psychologie die Ausbildung in Psychologie und Psychopathologie.

Weiterbildung zum Psychotherapeuten

Wer nach dem Studium der Klinischen Psychologie keine Arbeitsstelle in der Forschung anvisiert, sondern Patienten behandeln möchte, der muss in der Regel noch eine Zusatzausbildung absolvieren, um Psychotherapeut zu werden. Die Ausbildung kann berufsbegleitend oder in Vollzeit absolviert werden und dauert drei bis fünf Jahre. Meist findet die Weiterbildung in Zusammenhang mit einer beruflichen Tätigkeit im klinisch-psychologischen Bereich statt und wird von einer Einrichtung des Sozial-, Gesundheits- oder Justizwesens gefördert. Nachdem man eine solche Ausbildung absolviert hat, darf man die Berufsbezeichnung Psychotherapeut führen und als behandelnder Psychologe praktizieren.

Berufsaussichten Klinischer Psychologen

Für Klinische Psychologen und Psychotherapeuten bestehen in zahlreichen Institutionen des Sozial-, Gesundheits-, Justiz- und Erziehungswesens Arbeitsmöglichkeiten. Sie sind vor allem im Rahmen der stationären Behandlung tätig. Ihre Arbeitsstellen befinden sich in psychiatrischen, psychosomatischen und neurologischen Kliniken, Suchtkliniken, Rehabilitationskliniken, Heimen und Justizvollzugsanstalten. Darüber hinaus können Klinische Psychologen in der ambulanten Behandlung oder als Suchtberater praktizieren. Zudem besteht für Klinische Psychologen die Möglichkeit, in freier Niederlassung zu arbeiten. Darüber hinaus sind sie in Wirtschaft, Forschung und Lehre tätig.


Psychologiestudium an der SRH Riedlingen