Medienpsychologie

Definition Medienpsychologie

Die Medienpsychologie ist ein junges Teilgebiet der Psychologie und widmet sich dem Erforschen und Analysieren menschlicher Verhaltensweisen in Zusammenhang mit der Mediennutzung.

Seit dem Aufkommen der Tageszeitung vor mehr als 100 Jahren haben Medien einen immer größeren Einfluss auf das Leben genommen. Sie durchdringen so gut wie alle Alltagsbereiche und sind aus ihnen nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Umfang des Medianangebotes rasant ausgeweitet und die Nutzung von Medien ist immer einfacher und komfortabler geworden. Mit ihrem Informations- und Unterhaltungsangebot sorgen Medien ständig für Gesprächsstoff. Sie beeinflussen das Denken und das Fühlen wo man geht und steht. Das trifft sowohl für klassische Medien wie gedruckte Bücher als auch für neue Medien wie E-Books und Videostreams zu. Mithilfe der Medienpsychologie soll die Medienwirkung erklärt werden.

Schwerpunkte der Medienpsychologie

Im Mittelpunkt der Medienpsychologie stehen Gesichtspunkte der Wahrnehmung, des Erlebens und des Verarbeitens von Medieninhalten. Auch die Medienwirkung wird psychologisch untersucht. Zur Erkenntnisgewinnung verbindet die Medienpsychologie Modelle anderer psychologischer Teildisziplinen wie der Sozialpsychologie und der Entwicklungspsychologie mit eigenen Ansätzen. Zudem ist Medienpsychologie interdisziplinär und überschneidet sich mit Fachgebieten der Medienpädagogik, der Mediensoziologie, der Sprachwissenschaft, der Publizistik, der Kommunikationswissenschaft und der Informatik.

Medienpsychologie beantwortet auch die Frage, welche verhaltensbezogenen und emotionalen Wirkungen die Nutzung von Individual- und Massenmedien bei Einzelpersonen und Gruppen hinterlässt. Das Spektrum der Medien, mit denen sich die Medienpsychologie beschäftigt, umfasst Massenmedien, wie Fernsehen, Hörfunk oder Internet, und Individual-Kommunikationsmedien wie E-Mail und Telefon. Mit ihren Analyse- und Untersuchungsverfahren schafft Medienpsychologie wichtige Voraussetzungen für die Optimierung von Medieninhalten.


Psychologiestudium an der SRH Riedlingen

Studienaufbau Medienpsychologie

Das Studium ist modular aufgebaut. Es macht mit Methoden der Medienpsychologie sowie mit deren Anwendung bekannt. In den einzelnen Modulen werden die verschiedenen Aspekte des Fachgebiets wie Medienwahl und Mediennutzung beleuchtet. Angehenden Medienpsychologen wird umfangreiches Wissen über das menschliche Denken und Fühlen sowie über menschliche Verhaltensweisen in Zusammenhang mit der Mediennutzung vermittelt. Darüber hinaus erwerben Studenten der Medienpsychologie soziale Kompetenzen. Sie lernen, Informationen über Gewohnheiten der Mediennutzung zielorientiert auszuwerten und den Adressaten fachgerecht zu präsentieren. Die Entwicklung analytischer Fähigkeiten erfolgt auf wissenschaftlicher Basis, wobei Mathematik und Statistik eine wichtige Rolle spielen und im Studium einen breiten Raum einnehmen.

Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Studiums der Medienpsychologie ist man dazu befähigt, an der Entwicklung, Gestaltung und Analyse medialer Angebote mitzuwirken.

Berufsperspektiven für Medienpsychologen

Überall, wo Medienkompetenz erwünscht ist, sind Medienpsychologen gefragt. Nach Abschluss eines Studiums der Medienpsychologie können Absolventen dieser Studienrichtung leitende Tätigkeiten bei Meinungsforschungsinstituten aufnehmen und im Rahmen von Projekten die Wirkung von Botschaften, die über Medien verbreitet wurden, analysieren. Zudem besteht für sie die Möglichkeit, in Programmdirektion von Fernsehsendern tätig sein und den Programmablauf mitbestimmen. Dabei können sie ihr Wissen über die Wirkung bestimmter Effekte auf die Sehgewohnheiten der Zuschauer einsetzen.

Weitere mögliche Arbeitsfelder bietet die Werbewirtschaft, denn Medienpsychologen wissen, welche Art der Produktpräsentation für welche Zielgruppe geeignet ist. Auch in Forschung, Entwicklung und Lehre können Medienpsychologen tätig sein, beispielsweise in der Beratung und Schulung von Mediengestaltern, Informatikern, Programmieren und Designern. In allen Bereichen der Medienwirtschaft und in der IT-Branche sind Medienpsychologen am richtigen Platz, sei es im redaktionellen Bereich oder im IT-Consulting.

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