Berufsbegleitendes Präsenzstudium Psychologie

Eigentlich bist du schon längst aus der Schule raus und stehst mit beiden Beinen als im Berufsleben. Und jetzt möchtest du dich gerne im Bereich Psychologie weiterentwickeln und trotzdem arbeiten? Eine gute Idee! Wir haben deshalb alle Infos zum berufsbegleitenden Präsenzstudium Psychologie für dich zusammengestellt.

Psychologen und Psychotherapeuten mit all ihren Fachdisziplinen sind sehr begehrt in vielen Branchen und haben deshalb Berufsaussichten mit Zukunft.

Zu den Fächern, die du als berufsbegleitendes Präsenzstudium absolvieren kannst, gehören zum Beispiel Betriebs- und Kommunikationspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Psychotherapie und Beratungswissenschaften oder Rechtspsychologie.

In der Regel handelt es sich um Masterstudiengänge, die du berufsbegleitend absolvieren kannst. Zwar bieten einige Hochschulen berufsbegleitende Bachelorstudiengänge an, doch das ist eher selten der Fall.

Mit unserer Hochschuldatenbank kannst du dir alle berufsbegleitenden Präsenzstudiengänge in Psychologie ansehen - finde jetzt dein Wunschstudium!

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Von Hamburg über Berlin, Köln, Wiesbaden bis München - in diesen und weiteren Städten bietet die HS Fresenius an ihren Standorten ein Bachelor und Master Abendstudium der Wirtschaftspsychologie an. Vorlesungen sind 2x pro Woche abends und am Samstag.

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Berufsbegleitendes Präsenzstudium: Alle Infos

Was macht ein berufsbegleitendes Präsenzstudium aus?

Ein berufsbegleitendes Präsenzstudium ist speziell auf diejenigen abgestimmt, die bereits im Berufsleben stehen, sich aber trotzdem gerne mit einem Psychologie Studium weiterbilden und weiterqualifizieren möchten. Man kann also studieren und trotzdem weiterhin seiner Arbeit nachgehen und Geld verdienen. Die Uni, FHs und Akademien bieten dafür unterschiedliche Zeitmodelle an, damit die Berufstätigen neben dem Privatleben auch noch das Studium bewältigen können. Welche Zeitmodelle es gibt, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Zugegeben: Ein berufsbegleitendes Präsenzstudium zu absolvieren ist kein Zuckerschlecken. Denn obwohl es angepasste Modelle gibt, ist es trotzdem eine Doppelbelastung. Nach Feierabend kannst du nicht die Füße hochlegen und Netflix gucken, sondern du lernst oder bereitest den Unterricht vor.

Apropos Unterricht: Das berufsbegleitende Präsenzstudium zeichnet sich – wie der Name schon sagt – durch Präsenzzeiten aus. Du lernst in einem Klassenverbund wie in der Uni oder in der Schule. Es wird Frontalunterricht gehalten. Das ist ein Vorteil für alle, die Verbindlichkeiten und sozialen Kontakte zum Lernen und zur Motivation brauchen.

Ein anderer entscheidender Vorteil ist, dass du deine Karriere mit einem zusätzlichen Studium enorm vorantreibst. Du erwirbst nicht nur einen Hochschulabschluss und damit viele wichtige und neue Kenntnisse, sondern du beweist mit deinem Einsatz auch Disziplin, Durchhaltevermögen, Motivation und Willen - alles gern gesehene Eigenschaften bei Arbeitgebern. Und auch dein Konto wird sich nach dem Studium freuen: Denn du kannst davon ausgehen, dass mit der höheren Qualifikation auch das Gehalt steigen wird.

Zeitmodelle

Wochenendstudium

Bei diesem Zeitmodell gehst du am Wochenende in Uni. Die Präsenzkurse finden samstags und sonntags statt. In welchem Rhythmus die Wochenendkurse angesetzt sind, hängt von der Uni, FH oder Akademie ab. Sie können jedes Wochenende stattfinden oder beispielsweise 14-tägig. Bedenke, dass du dich für dieses Zeitmodell auch unter der Woche vorbereiten musst, um Referate oder Hausaufgaben abgeben zu können.

Abendstudium

Vom Feierabend aus direkt in die Uni – in etwa so verläuft das Abendstudium. An zwei oder drei Abenden in der Woche gehst du in die Hochschule zu den Präsenzveranstaltungen. Zeiten und Intensität sind bei jeder Bildungseinrichtung anders. So kann der Unterricht zum Beispiel von 19 bis 21 Uhr stattfinden oder von 18 bis 20 Uhr.

Blockstudium

Das Blockstudium ist im Prinzip die erweiterte Form eines Wochenendstudiums. Es kann zum Beispiel eine Präsenzphase von Donnerstag bis Samstag umfassen oder von Freitag bis Sonntag. Auch hier hängt die Frequenz der Veranstaltungen vom Anbieter ab. Möchtest du ein berufsbegleitendes Präsenzstudium mit Blockphasen beginnen, solltest du vorher mit deinem Arbeitgeber darüber sprechen, damit er dich im besten Fall unterstützen kann.

Teilzeitstudium

Viele Hochschulen bieten ein Teilzeitstudium für Berufstätige an. Allerdings passt es sich nur bedingt deinen Arbeitszeiten an. Du verbringst nämlich durchaus einige Zeit an der Hochschule, auch unter der Woche. Bei einem Teilzeitstudium wird dein Lernpensum herabgeschraubt, dafür verlängert sich die Regelstudienzeit um bis zu vier Semester und mehr. Gerade bei diesem Modell solltest du mit deinem Arbeitgeber sprechen und seine Zustimmung einholen.

Studieninhalte

Je nach Hochschule ist das Psychologie Studium unterschiedlich aufgebaut. Wie die exakten Inhalte aussehen, erfährst du auf den jeweiligen Seiten der Hochschulen. Vielleicht entscheidest du dich aber auch für ein Rechtspsychologie Studium oder ein Wirtschaftspsychologie Studium? Welches Studium es auch immer wird, zu Beginn werden die grundlegenden Kenntnisse behandelt und vertieft.

Psychologisches Vorwissen (zum Beispiel durch einen ersten Hochschulabschluss) oder einschlägige Berufserfahrung sind in der Regel Voraussetzung, um den berufsbegleitenden Master zu absolvieren. Auf dem vorhandenen Wissen bauen die Inhalte im Studium auf, so dass du Wissen auf Expertenniveau erlangst. Du erweiterst deine wissenschaftlichen Fach- und Methodenkenntnisse, erhältst Einblicke in die jeweilige Berufspraxis und sollst so auf das praktische Berufsleben vorbereitet werden.

Weitere wichtige Elemente bilden praktische Anwendungsgebiete wie die Planung sowie die Durchführung und Evaluation von Präsenzstrategien. Bei einem reinem Psychologie Studium runden Einblicke in die Teildisziplinen Rechtswissenschaften, Soziologie oder Pädagogik die Inhalte ab.

Im letzten Semester hast du Zeit, deine Masterarbeit anzufertigen und schließt mit dem Master of Science ab. Es gibt einige Grundlagenfächer, die in jedem Fachbereich der Psychologie gelehrt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Allgemeine Psychologie
  • Verhaltenstherapie
  • Sozialpsychologie
  • Entwicklungspsychologie
  • Differentielle Psychologie
  • Datenerhebung und Statistik
  • Quantitative Forschungsmethoden
  • Psychologische Diagnostik

Im Laufe des Masterstudiums kannst du in der Regel eigene Schwerpunkte legen, egal bei welcher Fachrichtung der Psychologie es sich handelt. So kannst du im Masterstudium Psychologie zum Beispiel die Schwerpunkte Verhaltenstherapie, Neuropsychologie oder Gerontopsychologie wählen – je nachdem, was dich davon am meisten interessiert.

Keine Sorge, wenn du das Gefühl hast, das Studium könnte dich anfangs überfordern. Viele Hochschulen bieten vor dem Studium ein kostenloses Kompaktstudium an, dass die Grundlagen nochmal auffrischt. So kannst du gut vorbereitet starten und hast einen kleinen Vorgeschmack auf die Lernsituation bekommen.

Zulassungsvoraussetzungen

Formale Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung im psychologischen Bereich
  • Erster Hochschulabschluss in Psychologie (Diplom oder Bachelor)
  • Gute Englischkenntnisse
  • Teilweise ist der Studiengang zulassungsfrei, das heißt ohne NC

Es kann vorkommen, dass die Hochschulen dich persönlich kennenlernen wollen, um sich davon zu überzeugen, ob du für das Studium geeignet bist. Dort werden dann auch die persönlichen Voraussetzungen überprüft, die du möglicherweise bereits in einem Motivationsschreiben beschrieben hast.

Persönliche Voraussetzungen

Egal, ob du dich für eines der seltenen Bachelorstudiengänge entscheidest oder für den berufsbegleitenden Master – diese Eigenschaften solltest du für den Beruf des Psychologen auf jeden Fall mitbringen:

  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • Freude am Umgang mit Menschen jeder Art
  • Problemlösungsorientiertes Denken und Konfliktfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Analytisches Denkvermögen und gutes Statistikwissen
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

Dauer und Kosten

Wie lange das berufsbegleitende Präsenzstudium Psychologie dauert, hängt von der Hochschule ab. In der Regel sind fünf bis sechs Semester üblich. Einige Hochschulen bieten eine kostenlose Verlängerung der Studienzeit um ein bis zwei Semester an. Und in wenigen Fällen kannst du bei entsprechender Erfahrung dein Studium auf vier Semester verkürzen. Im jeweils letzten Semester hast du Zeit, deine Masterarbeit zu schreiben. Das berufsbegleitende Präsenzstudium schließt du mit dem Master of Science ab.

Auch die Studiengebühren variieren von Hochschule zu Hochschule. Zwischen rund 2800 und 5000 Euro pro Semester liegen die Gebühren im Schnitt. Bei einigen Hochschulen kommen aber noch Extrakosten on Top, wie zum Beispiel eine Immatrikulations- oder Prüfungsgebühr. Welche Kosten anfallen, kannst du auf den Webseiten der Hochschulen nachlesen.

Karriere & Gehalt

Wie wir bereits zu Beginn erwähnt haben, hast du als Psychologe – welcher Fachrichtung auch immer – gute Berufsaussichten. Vermutlich hast du auch schon längst einen Fuß in der Tür, da du ja bereits berufstätig bist. Dann kannst du dich dank deines Studiums auf neue und verantwortungsvolle Aufgaben freuen. Im Übrigen qualifiziert dich ein Master in Psychologie auch für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – falls du als solcher arbeiten möchtest.

Das berufsbegleitende Präsenzstudium in Psychologie bildet dich für leitende und / oder übergeordnete Tätigkeiten aus. Die Psychologie ist eine Teildisziplin des Gesundheitssektors, der ohnehin zu einem der wachstumsstärksten Branchen gehört.

Mit deinem Master Psychologie Studium kannst du folgenden Tätigkeiten nachgehen:

  • Psychologische Beratung in verschiedenen Bereichen (Schulpsychologie, Rechtspsychologie, Gesundheitsberatung, Notfallpsychologie etc.)
  • Medizinische und berufliche Rehabilitation
  • Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung
  • Coaching und Motivationstraining
  • Lehr- und Forschungstätigkeit
  • Medizinisch-journalistischer Bereich

Diesen Aufgaben kannst du zum Beispiel in diesen Einrichtungen nachgehen:

  • Rehazentren
  • Psychiatrischen Kliniken
  • Praxen
  • Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen
  • Unternehmen
  • Sozialer Dienst
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen
  • Redaktionen

Gehalt

Wenn du bereits erste Berufserfahrung gesammelt hast, weißt du, dass es schwierig ist, verbindliche Aussagen zum Thema Gehalt zu machen. Viele Faktoren spielen ins Gehalt mit hinein, zum Beispiel dein Studienabschluss (Bachelor, Master, Therapeutenausbildung) und auch die Tätigkeit, die du ausübst. Wichtig ist natürlich auch dein Arbeitgeber: Ist es ein großes oder kleines Unternehmen? Wo ist der Standort? Wirst du nach Tarif bezahlt? Oder willst du dich selbstständig machen? Das alles macht sich bei deinem Gehalt bemerkbar, denn das Gehalt wird überall unterschiedlich vom Arbeitgeber festgelegt.

Generell kannst du als festangestellter Psychologe mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat rechnen. Im öffentlichen Dienst:

PositionBrancheAlterBruttogehalt/Monat
PsychologeKrankenhaus31 Jahreca. 4.200 €
PsychologeGesundheitswesen25 Jahreca. 2.100 €
PsychologeBildung34 Jahreca. 3.800 €
Psychologischer BeraterÖffentliche Verwaltung29 Jahreca. 2.500 €
Psychologischer BeraterPersonalabteilung30 Jahreca. 2.700 €

Quelle: Gehalt.de

Hier noch einmal der Hinweis: Die Gehaltsangaben sind nicht verbindlich und sollen dir nur zur Orientierung dienen.

Ist ein berufsbegleitendes Präsenzstudium das Richtige für mich?

Eigentlich ist die Frage leicht zu beantworten, wenn du bei folgenden Fragen ganz ehrlich zu dir bist: Schaffst du es, in deiner Freizeit zu Seminaren zu gehen und bist du wirklich motiviert? Bekommst du Unterstützung durch deinen Arbeitgeber und deine Familie? Brauchst du Verbindlichkeiten beim Lernen oder lernst du lieber flexibel? Wo willst du am Ende mit deinem Studium hin?

Ein berufsbegleitendes Präsenzstudium stellt eine Doppelbelastung dar. Du kannst nicht einfach nach im Feierabend oder am Wochenende die Füße hochlegen und viel Zeit in deine Hobbies investieren, wenn du neben der Arbeit Präsenzseminare besuchst. Aber vielleicht gehörst du schlicht und ergreifend zu den Lerntypen, die Verbindlichkeiten, Motivation und Druck von außen benötigen. Das ist nicht richtig oder falsch, sondern einfach Typsache. Dann eignet sich das berufsbegleitende Präsenzstudium für dich, denn die Stundenpläne, Lerneinheiten, Hausaufgaben und das Pensum werden dir vorgegeben. Dafür hast du eine richtige Klasse und Dozenten, mit denen du im direkten Austausch stehst. Wenn du dir unsicher bist, lies dir im Vergleich dazu durch, wie ein Fernstudium Psychologie abläuft und welche Voraussetzungen du dafür mitbringen solltest.

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