Master Psychologie

Hast du dein Bachelor Studium in Psychologie erfolgreich abgeschlossen, lohnt es sich in jedem Fall, einen Master hinten dranzuhängen. Warum das gerade in der Psychologie von Vorteil ist, welche Hochschulen welche Masterstudiengänge anbieten und was du sonst noch zum Master Psychologie wissen solltest, verraten hier dir hier in diesem Artikel.

Du hast Psychologie studiert und den Bachelor bereits in der Tasche? Oder du bist gerade fleißig am Studieren und willst nach deinem Bachelor den Master Psychologie machen? Oder du hast schon Jahre lange Berufserfahrung im Bereich Psychologie und willst deiner Karriere einen Aufschwung geben, indem du einen Master in Psychologie machst?

Der Master Psychologie öffnet dir für deinen beruflichen Werdegang die Türen. Wir wollen dir die wichtigsten Infos zum Master geben.

97 Hochschulen, die ein Master Psychologie anbieten

zur Gesamtübersicht

Master Psychologie: Alle Infos

Welche Masterstudiengänge werden in Psychologie angeboten?

Das Angebot an Master Psychologie Studiengängen ist groß und somit hast du die Qual der Wahl. Die Studiengänge reichen von der klassischen Psychologie über Sportpsychologie, Medien- und Werbepsychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Ausführliche Informationen zu allen Studiengängen findest du bei unseren Studiengangsbeschreibungen oder alternativ bei den Schwerpunkten im Psychologie Studium. Dort kannst du auch nachlesen, welcher Studiengang dir welche Berufsmöglichkeiten eröffnet.

Im Masterstudium kannst du dich spezialisieren. Es gibt reine Masterstudiengänge, die den Weg deiner beruflichen Laufbahn ebnen. Dazu gehören Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie sowie Rechtspsychologie.

Wie wichtig ist ein Masterstudium?

Eine Studentin hält ihre Master-Urkunde in der HandGerade in Psychologie hat der Master einen sehr hohen Stellenwert. Zum einen weil der Master Psychologie gleichwertig ist zu dem alten Diplomabschluss – der Begriff Diplom-Psychologe ist übrigens geschützt. Ein Bachelor kann mit dem Diplom oder Master nicht mithalten, weil die entsprechenden Qualifikationen im Studium nicht vermittelt werden. So stellen Kliniken, Rehazentren und andere Heileinrichtungen bevorzugt Psychologen mit einem Master oder Diplomabschluss ein. Denn nur solche Psychologen gelten als „vollwertige“ Psychologen.

Und für eine weitere Sache ist der Master in Psychologie unerlässlich: Für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Wer also vorhat, mit psychisch kranken Menschen zu arbeiten und sie zu therapieren, der kann das nur mit einer Ausbildung machen, die zwingend einen Masterabschluss in Psychologie voraussetzt.

Es gilt also: Ein Master in Psychologie öffnet berufliche Wege, mit ihm kann man fast überall Karriere machen.

Wer allerdings in die freie Wirtschaft oder Gesundheitsbranche gehen möchte, hat auch gute Chancen, dort mit einem Bachelorabschluss Fuß zu fassen. Welche Möglichkeiten sich bieten, kannst du in unserem Artikel „Berufseinstieg & Berufschancen mit Bachelor Psychologie“ nachlesen.

Wie leicht kommt man an einen Masterplatz in Psychologie?

Vier Studenten warten in einer StartpositionGerade weil die Berufsaussichten mit einem Master in Psychologie so viel besser sind als mit einem Bachelor, sind die Masterplätze bei Bachelorabsolventen begehrt. Es gibt jedoch ein Problem: Es gibt zu wenig Plätze für zu viele Bewerber. So heißt es zwar bei den Bachelor-Studiengangsbeschreibungen, dass sich die Inhalte an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGP) orientieren und der Bachelorabschluss berufsqualifizierend sei. Doch in der Praxis ist der Bachelor nun mal nicht vergleichbar mit einem Diplom- oder Masterabschluss, mit nur denen man zum „vollwertigen“ Psychologen wird und die geschützte Bezeichnung „Diplom-Psychologe“ erhält.

Dass sich Theorie und Praxis unterscheiden, merken auch die Bachelorstudenten der Psychologie und aus Mangel an Alternativen möchten sie ihr Studium logischerweise fortführen. Laut der DGP gab es im Wintersemester 2016/17 rund 4300 Masterplätze an den Unis und etwa 36.000 Bewerbungen. Allerdings seien bei der großen Zahl an Bewerbungen auch die Mehrfachbewerbungen inkludiert. So erhöhen die Bewerber ihre Chance auf einen der begehrten Masterplätze.

Und wie ist das, wenn die Masterstudienplätze in Psychologie an den Unis begrenzt sind? Zum einen regeln Hochschulen die Zulassung über die Abschlussnoten, zum anderen über das hochschulinterne Zulassungsverfahren, das jede Hochschule selber bestimmen kann. Diese individuellen Verfahren führen dazu, dass es manchmal schwer sein kann, die Hochschule für den Master Psychologie zu wechseln.

Viele Psychologie Master-Studenten sitzen in einer VorlesungDie DGP stellte fest, dass manche Unis die Zulassungskriterien so festlegen, dass die Chancen der eigenen Studenten höher sind als die von anderen Hochschulen. Zum Beispiel werden bestimmte Schwerpunkte oder Fachgebiete angrenzender Fächer verlangt, die Bewerber für ein Psychologie Masterstudium während des Bachelors studiert haben müssen. An der eigenen Hochschule war das Bachelorstudium genau nach den Kriterien ausgerichtet, an anderen Hochschulen aber nicht. Ein Heimvorteil also für die „uni-eigenen“ Studenten.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nicht an jeder Hochschule herrscht ein genereller Masterplatz-Mangel. Besonders davon betroffen sind die Hochschulen in attraktiven Studentenstädten. Sind die Bewerber flexibel und bereit, sich auch an Unis in weniger attraktiven oder kleineren Städten zu bewerben, haben sie gute Chancen. Zumal viele Masterplätze dann sogar zulassungsfrei sind.

Fazit: Es ist nicht leicht, einen Masterstudienplatz zu bekommen, es ist aber auch nicht unmöglich. Denn trotz der teilweise speziellen Zulassungskriterien der Hochschulen, hat jeder Bewerber eine Chance auf einen Platz im Masterstudium. Auch Mehrfachbewerbungen erhöhen die Chancen auf einen der begehrten Studienplätze in Psychologie.

Fernstudium oder berufsbegleitendes Präsenzstudium

Ein Fernstudium stellt eine gute Alternative zu einem Vollzeitstudium dar und wird ebenso anerkannt. Die Auswahl ist zwar verhältnismäßig klein, aber das Fernstudium bietet einige Vorteile:

  1. Auch Berufstätige können ein Master Psychologie Fernstudium neben der Arbeit absolvieren, da aufgrund der Struktur höchste Flexibilität beim Lernen gegeben ist. Der Student bestimmt selbst, wann und wo er die Module lernt. Noch mehr Infos gefällig? Dann lies alles darüber in unserem ausführlichen Artikel „Fernstudium Psychologie“.
  2. Die Teilnehmerzahl ist in der Regel nicht begrenzt wie bei einem Vollzeitstudium an einer Hochschule.
  3. Daraus folgt, dass es in der Regel keinen Numerus Clausus gibt, da im Prinzip genügend Plätze zur Verfügung stehen.

Die Fernhochschulen haben stattdessen andere Zulassungskriterien, wie zum Beispiel:

  • Bachelorabschluss in Psychologie und mindestens ein Jahr Berufserfahrung
  • Alternativ: abgeschlossene, qualifizierte Berufsausbildung mit mindestens sechs Jahren Berufserfahrung
  • Wer kein Erststudium absolviert hat, sollte außerdem Kenntnisse und ein Grundverständnis in Psychologie mitbringen
  • Für einige Hochschulen muss man eine Eignungsprüfung ablegen, gute Englischkenntnisse haben oder mit der Bewerbung ein Motivationsschreiben einreichen
  • Teilweise kann es vorkommen, dass dich jemand von der Fernhochschule kennenlernen möchte und zu einem Telefongespräch einlädt

Ein Masterstudium in Psychologie kannst du auch in Form eines berufsbegleitenden Präsenzstudiums absolvieren, sofern du schon im Berufsleben stehst. Anders als beim Fernstudium bist du weniger flexibel und hast Unterricht am Abend oder am Wochenende – je nachdem wie die Hochschule das regelt. Teilweise sind die Studiengänge zulassungsfrei, das heißt, es gibt keinen NC. Dafür qualifizierst du dich zum Beispiel über Berufserfahrung, einen Bachelorabschluss oder gute Englischkenntnisse.

Bewerbung und Zulassung

Wie du dem vorigen Abschnitt bereits entnehmen konntest, stellt jede Hochschule – egal ob staatlich oder privat – bestimmte formale Bedingungen an die Studienbewerber, um sie zum Masterstudium Psychologie zuzulassen.

Der Master gilt im Prinzip als ein neues Studium, auch wenn es inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelor aufbauen mag. Hast du vor, an der gleichen Hochschule zu bleiben, ist es möglicherweise einfacher, einen begehrten Masterplatz in Psychologie zu bekommen - aber bewerben musst du dich trotzdem.

Zulassungskriterien

Schiefertafel mit Häkchen; eine Hand hält ein Stück KreideWenn du dich für einen Master in Psychologie bewerben möchtest, brauchst du ein erfolgreich abgeschlossenes Erststudium, also einen Bachelorabschluss in Psychologie, mit mindestens 180 ECTS. Auch gute Englischkenntnisse sind häufig nötig, da viel Fachliteratur auf Englisch ist.

Zudem solltest du selbst einige persönliche Voraussetzungen mitbringen, die von den Hochschulen nicht zwangsläufig gefordert sind, die dir aber das Studium erleichtern. Dazu gehören Einfühlungsvermögen, soziale Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein, analytische Fähigkeiten und eine starke Psyche.

Teilweise möchten dich die Hochschulen persönlich kennenlernen oder fordern ein Motivationsschreiben, um genau diese persönlichen Eigenschaften zu prüfen.

Wenn du die formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllst, solltest du dich unbedingt über die Bewerbungsfristen erkundigen. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen privaten und staatlichen Hochschulen.

Bewerbungsfristen private Hochschulen:

  • An den privaten Hochschulen kannst du deine Bewerbung in der Regel ganzjährig einreichen. Das Semester startet meistens zum 1. Oktober, also zum Wintersemester.

Bewerbungsfristen staatliche Hochschulen:

  • Frist für das Wintersemester: 01. Juni bis 15. Juli
  • Frist für das Sommersemester: 1. Dezember bis 15. Januar

Tipp: Bewirb dich nicht erst dann für ein Masterstudium, wenn du den Bachelor in der Tasche hast, sondern fange am besten noch vor Abschluss des Bachelors an, damit du genug Puffer und ggf. Ausweichmöglichkeiten hast. So kannst du dich in Ruhe informieren, welche Masterstudiengänge es „auf dem Markt“ gibt und welche Kriterien gefordert sind. Bestimmte Unterlagen kannst du nachreichen oder vom Prüfungsamt als vorläufige Dokumente ausstellen lassen.

Möchtest du nicht direkt im Anschluss ein Masterstudium machen, sondern arbeiten oder reisen, geht natürlich auch das. Eine Bewerbung auf ein Masterstudium ist jederzeit möglich.

Wichtig: Informiere dich immer frühzeitig und direkt auf den Seiten der Hochschulen, wenn du wissen möchtest, welche Fristen es gibt und welche Voraussetzungen du erfüllen musst. Denn jede Hochschule hat ihr eigenes Auswahlverfahren und kann die Zulassungskriterien individuell festlegen.

Numerus Clausus (NC)

Nicht jedes Masterstudium in Psychologie ist durch einen NC zulassungsbeschränkt. Wir haben dir einige Beispiele zusammengetragen.

HochschuleStudiengangNote (NC)Wartesemester (WaSe)Stand
Ruhr Uni BochumPsychologie und kognitive Neurowissenschaften M.Sc. 1,8-WS 2016/17
Ruhr Uni BochumWirtschaftspsychologie M.Sc. 2,1-WS 2016/17
RWTH AachenPsychologie M.Sc. 1,8-WS 2016/17
RWTH AachenPsychologie M.Sc. 1,9 (Losverfahren)-WS 2017/18
TU ChemnitzPsychologie M.Sc. 1,7-WS 2016/17
Uni Halle/Wittenberg Angewandte Sportpsychologie M.Sc. 1,5 (0 WaSe) 1 (1,6 NC) WS 2017/18
Uni WürzburgPsychologie M.Sc.1,8 / 2,3 (1. Nachrückverfahren)-WS 2016/17

Wenn du von Studierenden wissen möchtest, wie ein Masterstudium in Psychologie verläuft, wie ihnen die Hochschule gefallen hat und welche Tipps sie für das Studium haben, dann wirf doch einen Blick in die Erfahrungsberichte. Dort findest du Berichte von Studenten und Absolventen, die Psychologie studiert haben.

Erfahrungsberichte lesen

War dieser Text hilfreich für dich?

5,00 /5 (Abstimmungen: 4)

Weiterempfehlen

Wenn dir unser Angebot gefällt, freuen wir uns über eine Empfehlung!

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de