Medienpsychologie Master

Kein Medium ist zufällig so gestaltet und aufgebaut, wie wir es zu Gesicht bekommen. Aber wie genau funktioniert das? Wenn dich diese Frage brennend interessiert, dann könnte der Medienpsychologie Master der goldrichtige Weg für dich sein! Auf unserer Seite findest du alles, was du darüber wissen musst, von Inhalten des Studiums über Voraussetzungen und Karrierechancen.

Die Macht der Medien

Hast du schon einmal ein Bild angeschaut und es hat dich sofort gefesselt? Oder fandest du ein Werbeplakat schon einmal so abstoßend, dass du sofort weggucken musstest? So ist das mit den Medien: Sie wecken Emotionen, rufen irgendeine Art von Reaktion in uns hervor, ganz gleich ob bewusst oder unbewusst. Aber woran liegt das? Medien sind stets verknüpft mit der dahintersteckenden Psychologie. Die Medienpsychologie bildet die Brücke zwischen Medien und Verbrauchern. Dabei spielt es nicht nur eine Rolle, was für eine Wirkung sie in uns hervorrufen, sondern auf der anderen Seite auch, zu welchem Medium wir in welcher Lebenssituation bevorzugt greifen und wieso, welche Motivation überhaupt dahintersteckt.

Natürlich, sie beeinflussen uns und sind gerade in einer Welt, die ohne die digitale Plattform nicht mehr vorstellbar ist, nicht selten für unsere Stimmungen, Entscheidungen und Lebensweisen, unser soziales – ja selbst unser Arbeitsumfeld verantwortlich. Dies birgt bestimmte Risiken: Kinder werden früh mit Gewalttätigkeit konfrontiert, manch einer vergisst die Realität und lebt nur noch in der fiktiven Welt, beispielsweise durch Computerspiele, während wieder andere nur unseriöse Quellen für ihre politische oder gesellschaftliche Weiterbildung heranziehen. Auf der anderen Seite bieten sie aber auch unfassbar viele Chancen. Durch umfassende Analyse und das Durchleuchten in psychologischer und biologischer Hinsicht können Medien dahingehend optimiert werden, dass sie den größtmöglichen Nutzen für uns bieten.

Neben der Psychologie sind natürlich auch Medien- und Kommunikationswissenschaften und Gebiete aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Bereich von Bedeutung. Daher ist die Medienpsychologie auch interdisziplinärer Natur.

Es wird sich nicht nur mit den klassischen Medien wie Print oder Rundfunk, sondern auch mit der neuen digitalen Plattform auseinandergesetzt, die dann in den kommunikationswissenschaftlichen Kontext eingeordnet werden.

Durch das Studium Medienpsychologie Master lernst du folglich nicht nur, Medien zu verstehen, sondern sie selbst derart zu konzipieren, dass sie den gewünschten Effekt beim und vom Verbraucher haben. Es geht im Kern also um Mediennutzung und deren Wirkung. Medien sind ein mächtiges Instrument und Spezialisten/innen, die damit verantwortungsbewusst umgehen können, werden heutzutage in der Welt der Digitalisierung stets benötigt.

Passende Hochschule finden

Die wichtigsten Infos für angehende Medienpsychologen

Was erwartet mich im Medienpsychologie Master Studium?

Ganz klar, die Hauptsäulen deines Medienpsychologie Master Studiums bestehen aus den Medien einerseits und der Psychologie andererseits. Darüber hinaus ist aber wichtig zu erwähnen, dass das Studium in den meisten Fällen anwendungsorientiert ist. Die Natur des Fachs und die vielfältigen digitalen Möglichkeiten lassen die sofortige Umsetzung des theoretisch erlangten Wissens in die Praxis zu. Dazu gehören zahlreiche Projekte, Gruppenarbeiten und Präsentationen. Somit wirst du super auf deine berufliche Zukunft vorbereitet, die gerade im medialen Bereich häufig Teamwork erfordert.

Fact oder Fake? Die vier Buchstaben stehen auf vier Würfeln. Wie werden sie fallen?Zudem handelt es sich bei der Medienpsychologie um ein interdisziplinäres Fach. Eng mit den Medien sind beispielsweise die Kommunikationswissenschaften verbunden. Neben der Allgemeinen Psychologie ist gerade die Werbepsychologie, aber auch Pädagogische Psychologie und Kulturpsychologie von Bedeutung.

Häufig spielen daneben aber auch wirtschaftliche Themengebiete eine Rolle; gerade in Unternehmen herrscht großer Bedarf an Unterstützung in der digitalen Umwälzung und du sollst auch für eine beratende Tätigkeit in diesem Bereich bestens gerüstet sein.

Liegt der Schwerpunkt des Medienpsychologie Masters hingegen auf der Musik, so geht es im Rahmen der Sozialpsychologie beispielsweise um Fragen, wieso Menschen unterschiedliche Musikgeschmäcker haben und was musikalische Reize in unserem Körper auslösen.

Je nach Hochschule werden die Schwerpunkte zwar anders gesetzt, wir haben aber einige mögliche Fächer für dich aufgelistet.

Themengebiete der Psychologie

  • Allgemeine Psychologie
  • Psychologische Störungen im Umgang mit Medien
  • Markt- und Werbepsychologie
  • Medienwirkungsforschung
  • Sozialpsychologie
  • Biologische Medienpsychologie
  • Kulturpsychologie
  • Persönlichkeitspsychologie

Bereiche der Medienwissenschaften

  • Medienkompetenzen
  • Medienrecht
  • Medienkonzeption und Gestaltung
  • Methoden der Mediennutzungs- und -wirkungsforschung
  • Medienpädagogik

Mögliche Schwerpunkte sind

  • Statistik
  • BWL und Unternehmensführung
  • Wirtschaftliches Englisch
  • Kommunikationswissenschaften
  • Teammanagement
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Gesundheit
  • Gesellschaftliche Prozesse

Durch den Medienpsychologie Master spezialisierst du dich optimal für einen bestimmten Berufszweig. Hier kannst du meistens zwischen den verschiedenen Spezialisierungen wählen, wobei jede Uni auch ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzt. Deshalb ist es besonders wichtig, dich über die Hochschulen und deren Fachrichtungen zu informieren.

Voraussetzungen

Nicht immer benötigst du einen Bachelor in der Psychologie, um Medienpsychologie im Master studieren zu können. Vielmehr reicht an manchen Unis, Fachhochschulen und Akademien, die Medienpsychologie eng mit anderen Fächern verknüpfen, auch ein abgeschlossenes Bachelorstudium im medialen, kulturellen, gesellschaftlichen oder kommunikationswissenschaftlichen Bereich. Im Folgenden findest du die typischen Zulassungsvoraussetzungen:

Formale Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Grundstudium (Psychologie oder ein anderer verwandter Bereich)
  • Manchmal werden Englischkenntnisse im Bereich B2 des Europäischen Referenzrahmens verlangt

Persönliche Voraussetzungen

  • Interesse am Menschen
  • Sozialkompetenz und Empathievermögen
  • Interesse für Medien (klassische und moderne)
  • Begeisterung am wissenschaftlichen Arbeiten
  • Interesse dafür, Zusammenhänge zu verstehen
  • Analytische Fähigkeiten

Dauer und Verlauf deines Medienpsychologie Master Studiums

Auf dich warten vier bis sechs spannende Semester, die du meistens in Vollzeit ablegst. Oft sind diese thematisch aufgebaut, im ersten geht es also um Grundlagen der Medienpsychologie und der Vertiefung des Stoffs des Bachelors, während die darauffolgenden Semester Themengebiete im spezielleren abdecken, wie zum Beispiel Filmpsychologie. Neben den theoretischen Inhalten werden aber auch Praxis- und Forschungsprojekte angeboten, bei denen man bereits praktische Erfahrungen sammeln kann.

Am Ende des Medienpsychologie Masters wartet auf dich die Masterthesis, mit der du dann abschließend deinen Master in Händen hältst. Dieser ist je nach Schwerpunkt unterschiedlicher Natur: Liegt der Fokus eher auf der biologisch-psychologischen Ebene, ist es der Master of Science, während bei einem Studiengang, der vielmehr den Medien zuzuordnen ist, der Master of Arts dein Abschluss sein wird.

Karriere

Ein Medienpsychologie Masterstudent sitzt am Laptop, während die Medien eine Wirkung auf ihn ausübenWie bereits gesagt, sind Medien niemals getrennt von der Psychologie zu betrachten. Vielmehr handelt es sich um ein wechselseitiges Zusammenspiel. Daher bist du in einer Welt, die zunehmend und in sämtlichen Bereichen digitalisiert wird, sehr frei in deiner Berufswahl.

Mögliche Bereiche für deine Karriere als Medienpsychologe sind daher:

  • HR Expertise bei Unternehmen
  • Beratung und Coaching in TV/Radio/Verlagswesen
  • Web Design
  • Werbeagenturen
  • Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologie
  • Digitale Gesundheitspsychologie
  • HR Spezialist/in
  • E-Learning
  • Eventmanagement

Diese Bereiche klingen gut und schön, aber was genau macht ein Medienpsychologe dabei wirklich? Du kannst zum einen in die Forschung gehen, planst und führst also Forschungsprojekte durch, evaluierst, stellst anhand der Forschungsergebnisse Statistiken auf und kommst somit immer wieder zu neuen Erkenntnissen.

Möchtest du eher anwendungsorientierten Tätigkeiten nachgehen, könntest du beispielsweise Unternehmen oder Medienbetreiber beraten und dahingehend coachen, dass sie ihren Medienauftritt optimieren lernen um so inhaltlich qualitativer zu werden. Interessierst du dich hingegen auch für die pädagogische Schiene, könntest du Lernspiele im E-Learning für Kinder mit entwickeln.

Du siehst, dein Berufsfeld ist unglaublich breit gefächert, überall da, wo Medien und besonders ihre Wirkung verbessert werden sollen, bist du gefragte/r Spezialist/in!

Gehaltschancen

Natürlich variieren auch die Gehaltschancen je nach Berufsfeld in der Medienpsychologie stark. Einige wenige wertbildende Faktoren sind zum Beispiel die genaue Sparte, in der du dann tätig sein wirst, das Bundesland oder aber auch die Größe des Unternehmens. Vielleicht willst du dich selbstständig machen – dann liegt natürlich alles wieder ganz anders. Daher lässt sich sehr schwer eine Aussage darüber treffen, was genau du verdienen wirst. Durchschnittlich verdient ein Medienpsychologe als Einstiegsgehalt aber um die 3000 Euro pro Monat.

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Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

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