Wie viel Mathe und Englisch braucht man?

Schüler fragen:

Wie viel Englisch und Mathe braucht man wirklich für das Psychologie Studium? Und welche Voraussetzungen braucht man zusätzlich noch?

Studenten antworten:

Andrea
Andrea

Andrea, Absolventin der TU Chemnitz:

Das kommt ein bisschen darauf an, was mit dem Studium erreicht werden soll. Für eine wissenschaftliche Karriere und die entsprechend benötigten Noten sollten schon gute Englischkenntnisse vorhanden sein. Im Studium müssen vor allem viele englische Texte gelesen und verstanden werden. Englische Seminare oder Vorlesungen sind eher selten. Mit viel Fleiß lassen sich aber auch geringe Englischkenntnisse kompensieren. Ähnliches gilt für Mathe. Ohne Fleiß kein Preis. Die Statistik spielt eine große Rolle im Studium. Gute Mathekenntnisse und ein allgemeines logisches Zahlen- und Formelverständnis sind sehr hilfreich, lassen sich aber auch durch Fleiß und gemeinschaftliches Lernen kompensieren.

Melanie, Studentin der Uni Bamberg:

Englisch und Mathe sind wichtig für das Studium, da die meisten psychologischen Texte/Publikationen in englischer Sprache sind. Die Mathematik aus der Schule benötigt man zum Teil in Statistik und Diagnostik. Allerdings muss man dafür keinen Leistungskurs in Mathe gehabt zu haben. Grundsätzlich wird alles einmal erklärt und auch wenn man noch nie von einer bestimmten Formel o.ä. gehört hat, kann man diese Kurse sehr gut bestehen, wenn man sich selbst einliest und anstrengt. Als weitere Qualifikationen kann ich grundsätzlich Fleiß nennen. Im Psychologie Studium müsst ihr extrem viel auswendig lernen und das dauert seine Zeit.

Melanie
Melanie
Maria
Maria

Maria, Studentin der Uni Jena:

So viel Englisch und Mathe ist es gar nicht. Man kann sich besonders in die englische Sprache gut hineinlesen und einarbeiten, da man im Laufe des Studiums viele Texte lesen muss. Natürlich sollte man schon ein gutes Grundverständnis für die Sprache haben, aber man muss nicht jedes Wort im Voraus kennen, um die Texte zu verstehen. Bei Mathe geht es weniger um spezielle Vorkenntnisse als vielmehr um das Verständnis von logischen Zusammenhängen und das Nachvollziehen der gelehrten Inhalte im Bereich Statistik. Auch hier ist nur ein einigermaßen gutes Grundwissen notwendig. Es hilft aber sehr, wenn man sich in mathematische Zusammenhänge hineindenken kann und sich im besten Fall noch gerne mit den in Statistik dargebotenen Inhalten befassen möchte. Denn besonders in den ersten Semestern gibt es in diesem Bereich viele Lehrveranstaltungen und viel, das man zu Hause nacharbeiten sollte.

Sarah, Studentin der Uni Mannheim:

Da ich in Mannheim studiere, wo ein Schwerpunkt auf den Methoden liegt, waren die ersten Semester sehr statistiklastig. Natürlich war das anstrengend und hart, aber dafür haben wir auch die Grundlagen gelernt, von denen andere in ihrem Studium vielleicht nie etwas hören. Generell würde ich sagen, dass man schon fit in Mathe sein sollte, Statistik und quantitative Methoden sind allerdings schon nochmal etwas anderes. Englisch ist hingegen überlebenswichtig. Die gesamte Forschungsliteratur ist auf Englisch, das Fachvokabular eignet man sich mit der Zeit an. Man sollte aber auf jeden Fall Spaß daran haben, auf Englisch zu lesen. Sonstige Voraussetzungen sind ein brennendes Interesse für die menschliche Psyche, Durchhaltevermögen und Organisationstalent.

Sarah
Sarah
Victoriya
Victoriya

Victoriya, Studentin der TU Dortmund:

Statistik ist im Psychologie Studium wichtig, da man auch empirisch arbeitet. Man muss also selber Daten erheben und auswerten und da kommt man leider nicht um Statistik herum. Allerdings wird einem das alles in dem Studum beigebracht. Englisch ist auch sehr wichtig, weil die Fachliteratur überwiegend auf Englisch ist.

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